Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

In Deutschland erhalten Hochbetagte, die in irgendeiner Weise Betreuung und Pflege brauchen, diese zu fast 70 % im privaten Bereich. Der größte Teil von den Pflegenden sind Ehefrauen oder LebenspartnerInnen,
die meist selbst schon über 60 Jahre alt sind. Zusammen mit Töchtern, Schwiegertöchtern und anderen Familienmitgliedern bilden sie den größten Pflegedienst der Nation. Mit ihrem Engagement leisten sie nicht nur einen menschlichen, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur praktischen Sozialpolitik, ohne den eine flächendeckende und umfassende Versorgung nicht möglich wäre. Aber oft kommen diese Personen meist unvorbereitet in die Pflegerolle. Dann gilt es, in kürzester Zeit neben der täglichen Haus- und Familienarbeit, die Pflege zu Hause zu organisieren. Dies bedingt neben dem zeitlichen Aufwand auch eine erhebliche psychische und physische Aufwendung.

Die Statistik zeigt: Angehörige, die sich schon im Vorfeld der Pflege über Hilfsangebote informieren oder gar einen Pflegekurs besucht haben, kommen weniger in Stress und sind daher besser vor dauerhaften Überlastungen, mit dem Risiko selbst zu erkranken, gefeit. Umso wichtiger ist für Angehörige, sich rechtzeitig über Hilfsmöglichkeiten zu informieren.
Leider nutzen die Wenigsten Beratungs- oder Entlastungsdienste. Auf fremde Hilfe wird erst dann zurückgegriffen, wenn es gar nicht mehr anders geht.

Mit der sog. Verhinderungspflege hat der Gesetzgeber eine Möglichkeit geschaffen, daß pflegende Angehörige nicht erst an die Grenze ihrer Belastbarkeit gehen müssen, sondern sich schon vorzeitig eine Auszeit nehmen können. Egal ob die Pflegeperson durch Urlaub, Kur oder aus anderen Gründen ausfällt, es besteht, nachdem die Pflegeperson mind. 6 Monate den Pflegebedürftigen in der häuslichen Umgebung gepflegt hat, ein Anspruch auf Verhinderungspflege. Diese Leistung wird zusätzlich zum Pflegegeld oder zur Pflegesachleistung gewährt!  Hier übernimmt die Pflegekasse bis max. 1.612,00 Euro die Kosten für eine Ersatzpflege für bis zu sechs Wochen je Kalenderjahr.

Die Verhinderungspflege kann auch in Form einer Rund um die Uhr Pflege erbracht werden. Bei dieser Rund um die Uhr Pflege werden Pflegebedürftige, die noch in der eigenen Wohnung leben betreut. Während der Abwesenheit der eigentlichen Pflegeperson ist lückenlos und individuell die Pflege und Betreuung durch den Pflegedienst gesichert.

Besonders für Kranke, für die ein Ortswechsel mit Unsicherheit und Orientierungsverlusten einhergeht, bietet die Verhinderungspflege zu Hause eine sehr gute Alternative zur Kurzzeitpflege im Pflegeheim.

 

Übergangspflege auch ohne Pflegestufe (seit 01.01.2016)

* bis zu vier Wochen im Kalenderjahr

* nach einem Krankenhausaufenthalt aufgrund einer schweren Erkrankung

 

Mehr Information unter:http://verhinderungspflege-zuhause.de/uebergangspflege-kurzzeitpflege-auch-wenn-keine-pflegestufe-besteht/

 

 

 

 

 Aktualisiert am 15. Januar 2016 um 11:04 Uhr